Lindenkapelle
Klingenthal

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1. Historische Entwicklung bis
1940 Am 27. 5. 1905 fand im
"Gasthof zur Linde" die Gründungsversammlung des
"Musikvereins Untersachsenberg" durch 12 anwesende Musiker
statt . Probelokal war der "Gasthof zur Linde", 1.
Vorstand war Ernst Schmidt, 1. Dirigent Bruno Meinel, Pächter der
"Linde", der zuvor
langjähriger Militärmusiker war. Schon im Herbst 1905 wurde
Julius Friedel 1. Vorstand, im Jahr 1908 verzog Bruno Meinel nach Plauen
und an seine Stelle trat Reinhard Glass, der dann über viele Jahre 1.
Dirigent blieb. Ab 1910 übernahm
dann Otto Körner die Vorstandschaft. Damals kam neben dem offiziellen
Namen "Musikverein Untersachsenberg" immer mehr im Volksmund
der Name "Lindenkapelle". |

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Die Bilanz dann 1945:
10 Musiker gefallen oder vermisst, mehrere in Gefangenschaft, teils bis
1949. Erschwerend kam dann für einen Neuanfang dazu, dass die
Mitglieder aus Brunndöbra nicht mehr zur Verfügung standen, sondern
einen eigenen Musikverein Brunndöbra gründeten. Trotzdem konnte im
Sommer 1945 mit minimalster Besetzung Musik zu einem Kinderfest gemacht
werden. Im Herbst kam dann ein regelmäßiger Probeabend in Gang; um die
Jahreswende ein neuer Rückschlag: der als Direktor wirkende Rudi
Scherbaum und noch einige Musiker gingen in die damaligen Westzonen. Der
Lobpaul Fritz musste wieder den Stab in die Hand nehmen und führte den
Verein durch eine sehr schwierige Phase. In dieser Zeit, es wird 1947
gewesen sein, kam es zwischen den Tannenbergsthaler Musikanten und der
Lindenkapelle zu einer Notgemeinschaft, keine der beiden Kapellen war
allein spielfähig, wobei dieses gemeinsame Musizieren bis 1957 anhielt.
Im Frühjahr 1949 traf den Verein ein neuer Schlag.
Die Wismut bestimmte den Gasthof
"Zur Linde" zum
Klubhaus. Innerhalb von 2
Tagen musste alles ausgeräumt sein, notdürftig wurden Noten und
Instrumente in einem Nebengebäude der Fa. Böhm gelagert. Es nützte
nichts mehr, dass der Beschluss rückgängig gemacht wurde, der "Gambrinus"
wurde statt der "Linde" Klubhaus.
Die Wirtsleute hatten sich nach Westen abgesetzt, die Gaststätte
blieb geschlossen. In dieser Lage erklärten sich Lotte und Guido Köhler
- Wirtsleute der 'Einigkeit' - bereit, eine Dachstube für wenigstens
einen Teil der Noten usw. zur Verfügung zu stellen. |

